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Bruce Lee Kampfkunst Jeet Kune Do

Die Bruce Lee Kampfkunst Jeet Kune Do wurde in den 1960er Jahren von Kampfsport-Legende und Kampfsport-Schauspieler Bruce Lee aus Hong Kong entwickelt. Allerdings ist Jeet Kune Do strenggenommen keine Kampfkunst. Es ist vielmehr ein Kampfkunst Prinzip. Im Training liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Selbstverteidigung. Das Ziel: So effizient wie möglich zu handeln.

Der Name Jeet Kune Do

Der ursprüngliche Name von JKD war „Jun Fan Kung Fu“. Benannt nach dem chinesischen Namen von Bruce Lee „Lee Jun Fan“. Dieser benannte die Kampfkunst jedoch in „Jeet Kune Do“ um.

Jeet Kune Do setzt sich zusammen aus:

  • Jeet = abfangen, stoppen, aufhalten
  • Kune = Faust
  • Do = Methode, Weg

Jeet Kune Do wird meistens übersetzt mit „Weg der abgefangenen Faust“.

Und dies ist das Grundprinzip dieser Kampfkunst. Mögliche Angreifer sollen bereits im Ansatz gestoppt werden.

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Bruce Lee Kampfkunst: Der Mix der Stile

Das Fundament des Jeet Kune Do von Bruce Lee basierte zu Beginn auf drei Kampfsportarten. Und zwar Wing Tsun, Boxen und Fechten. Jedoch wurde dies immer mehr erweitert. Es wurden folgende Kampftechniken hinzugefügt: Judo, Tang Lang, Jiu Jitsu, Muay Thai, Savate, Aikido, Kung Fu, Karate, Taekwondo, Tai Chi Chuan, Kickboxen, Brazilian Jiu Jitsu und Mixed Martial Arts (MMA).

Zunächst war es ein waffenloser Kampfstil. Später kamen Waffentechniken hinzu. Dies waren unter anderem Kampfstile wie Arnis, Kali und Escrima.

Jeet Kune Do als individueller Stil

Bruce Lee wollte kein neues Hybridsystem entwickeln, sondern ein breites Angebot an Techniken.

  • Der Gedanke: In jedem Menschen steckt bereits Jeet Kune Do. Man muss es nur noch freisetzen.
  • Das Ziel: Jeder soll seinen individuellen Selbstverteidigungsstil kreieren.

Um dies zu schaffen, werden die eigenen Stärken und Vorlieben hervorgehoben, gefördert und genutzt. Man bedient sich dabei an allen Systemen.

Im Sinne der 4 Leitsätze eines Jeet Kune Do – Anwenders:

  • Eigene Erfahrungen machen
  • Das Nützliche übernehmen
  • Das Unnütze verwerfen
  • Das für dich Spezifische hinzufügen

JKD ist direkt, effizient, einfach und nicht-klassisch

Direkt reagieren: Wirft dir jemand etwas zu, wirst du es fangen. Und zwar ohne lange nachzudenken. Ob und wie es fängst, ist egal. Ähnlich direkt sollen auch die Techniken im Jeet Kune Do sein.

Die Techniken sollen außerdem so einfach sein wie möglich. So können sie in einem Überraschungsmoment sofort angewendet werden. Ohne irgendeine Vorbereitungszeit und ohne bestimmte Stellung.

Die Bewegungsökonomie stetig optimieren. Unnütze Bewegungen ausfindig machen und weglassen. Auf den Coolnessfaktor sollte man verzichten. Je kürzer die Ausführung, desto besser.

All das, was eine klassische Kampfsportart zu viel hat, wird im JKD weggelassen. Das bedeutet auch: Keine traditionellen Rituale, kein Formen laufen, keine sportlichen Wettkämpfe und keine eindrucksvolle Akrobatik. All die Dinge, die Bruce Lee „Schwimmen auf dem Trockenen“ nannte. Diese gehen außerdem von der eigentlichen Trainingszeit ab.

Jeet Kune Do ist deshalb ein reines Selbstverteidigungssystem mit nutzbaren Techniken. Diese werden ausgiebig in Trainingskämpfen geübt. Das Spontane kommt vor der Choreographie.

Bruce Lee Kampfkunst Jeet Kune Do – Die Techniken

Zur Verfügung stehen im Prinzip Kampftechniken aus allen Kampfsportarten. Von diesen bleiben am Ende aber nur ein paar wenige übrig. Denn jede Technik wird auf ihren Nutzen in der Selbstverteidigung geprüft.

Die Techniken der Bruce Lee Kampfkunst sollen zudem alle Kampfdistanzen abdecken. Sprich:

  • Für die längste Distanz Tritttechniken
  • Für die nähere Distanz Schlagtechniken
  • Und für das Grappling in nächster Nähe Griff-, Hebel-, bzw. Wurftechniken

All die übrig gebliebenen Techniken werden letztendlich miteinander verschmolzen.

Die Bewegungen beim Angriff bestehen aus nicht-telegrafischen Bewegungen. Sie sollen ohne jede Vorwarnung, wie z.B. Ausholen oder Gewichtsverlagerung, auszuführen sein.

Ganz nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“: Mit Jeet Kune Do soll eine Attacke gestoppt werden, bevor sie richtig beginnt. Für eine optimale Abwehr soll ein Angriffsschlag noch vor der vollständigen Ausführung des Gegners abgefangen werden. Ganz im Gegensatz zu den meisten Kampfsportarten, in denen der gegnerische Angriff zuerst geblockt und dann gekontert wird.

Der Wettkampf

In der Bruce Lee Kampfkunst Jeet Kune Do gibt es keine sportlichen Wettkämpfe und dadurch auch keine Meisterschaften.

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