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Kampfsport Geschichte – Welcher ist der älteste Kampfsport?

Kampfsport Geschichte: Kampfsportarten sind heutzutage auf der ganzen Welt verbreitet. Es gibt sie in verschiedensten Formen. Doch was waren die ersten Kampfkünste der Geschichte? Und wo sind ihre Ursprünge? Diesen und weiteren Fragen widmen wir uns im Folgenden…

Entstehung der Kampfkunst

Die Wurzeln der ersten Kampfkünste sind in Ägypten. Archäologen können heute beweisen, dass die uralten Krieger Ägyptens die ersten Kampftechniken nutzten. Vor über 6000 Jahren wandten sie ähnliche Methoden wie beim Ringen und Boxen an. Diese Kampfkünste sollen von Ägypten nach Kreta und über Griechenland den Weg in die westliche Welt gefunden haben.

Normalerweise denken wir beim Thema Kampfsport zunächst an die asiatischen Kampfkünste wie Karate, Judo, Taekwondo und Kung-Fu. Jedoch wissen nur die wenigsten, dass auch bei uns in Europa eine Form des waffenlosen Zweikampfes bestand. Diese lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen.

Pankration – Die erste Kampfkunst

Das aus dem griechischen stammende Wort „Pankration“ bedeutet übersetzt so viel wie „Allkampf“ oder „Gesamtkampf“. Es ist eine der ältesten Kampfsportarten der Welt. Pankration entstand im 5. Jahrhundert vor Christus. Forscher gehen davon aus, dass es sich um einen Mix aus Boxen und Ringen handelte. Ebenso durften Tritttechniken eingesetzt werden. Bei diesen brutalen Kämpfen gab es jedoch keine Regeln. So war der Tod des Gegners keine Seltenheit oder teilweise sogar das Ziel des Kampfes.

Kampfsport Geschichte

Es gibt antike Siegertafeln und Vasenzeichnungen, die belegen, dass es wieder erkennbare Trainingsmethoden gab. So sollen Schattenboxen und Sandsack- und Krafttraining ihren Ursprung in Griechenland haben. Jedoch ist davon kaum etwas übrig geblieben. Denn das Wissen über die Originaltechniken blieb nicht erhalten. Eine mögliche Ursache dafür könnte sein, dass keine traditionelle Kampfkunstlehre praktiziert wurden.

Das Training in der Antike

Im alten Griechenland war das regelmäßige Üben der Techniken eine Selbstverständlichkeit. Das galt auch für die Zeit außerhalb des Wettkampfes. Auch sehr erfahrene Trainer übten miteinander. Sie wurden Paidotriben genannt. Sie hatten speziell dafür einen Trainingsraum, den Kōrykeion. In diesem lernten sie die Anwendung der verschiedenen Techniken. Ebenso härteten sie darin ihre Körper ab und verbesserten ihre Gesundheit. Plutarchos aus Chaironeia (1./ 2. Jahrhundert nach Christus) führte weitere Aspekte ein: So sollte Pankration auch der Knabenerziehung sowie der militärischen Ausbildung dienen.

griechisches militär

Ein Großteil des Trainings war das sog. Skiamachia, das Schattenboxen. Es wurde vor allem als Gesundheitsübung genutzt. Zudem sollten dadurch Schlag- und Trittkombinationen erlernt und verbessert werden. Die Pankrationisten trainierten ebenso am Korykos. Ein hängender Ledersack, der entweder mit Feigen, Sand oder Körnern gefüllt war. Der Korykos war größer als der Sandsack der Boxer und sollte beim Trainieren die Standfestigkeit verbessern. Um die Tritte zu trainieren wurde ein breiter Schlauch verwendet, in den Wein gefüllt wurde. Ebenso härteten sich die Kämpfer ab, indem sie regelmäßig auf spezielle Holzpfähle schlugen. Das antike Gewichtstraining bestand damals aus dem Stoßen und Tragen schwerer Steine.

Schießpulver & asiatische Kampfsport Geschichte

Es gibt sehr viele Parallelen zwischen dem griechischen Pankration und den asiatischen Kampfkünsten. Die Kampfsport Geschichte Asiens beginnt in China. So sollen die ersten chinesischen Kampftechniken aus dem Jahr 2700 vor Christus stammen. Sie waren dafür gedacht, dass die Truppen sich gegen ihre Feinde in Angriff und Verteidigung behaupten konnten. Es sollte ihnen einen Vorteil verschaffen, sollte es zu einem körperlichen und waffenlosen Nahkampf kommen.

Mit der Entwicklung des Schießpulvers und der Einführung der Schusswaffen änderte sich die Lage. Für den Krieg nicht mehr zu gebrauchen, starben in Europa die Kampfkünste aus. Auch wenn die Chinesen das Schießpulver erfunden haben: Sie waren nicht bereit, ihre Kampfkünste komplett durch Schusswaffen zu ersetzen. Stattdessen pflegten sie die Künste ihrer Vorfahren und entwickelten diese reine Kriegskunst weiter. Sie wurde später verwendet, um den Charakter zu erziehen und zu stärken. Die Philosophie blieb erhalten und wurde übermittelt.

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