You are currently viewing Kampfsport mit Stock – Arten & Ausführung

Kampfsport mit Stock – Arten & Ausführung

Kampfsport mit Stock: Stöcke und Knüppel sind einfache, aber auch effektive Waffen. Sie werden bereits von Anbeginn der Menschheit verwendet. Zudem gibt es in fast allen Kulturen eine Kampfsportart, in der ein Stock zum Einsatz kommt.

Unterschiedliche Stockkampfsysteme -und Stile:

  • FMA: Escrima, Kali, Arnis
  • Bo Jitsu
  • Jodo
  • Aikido
  • Kobudo
  • Savate – Canne de Combat
  • Jogo do Pau
  • Bataireacht
  • unterschiedliche Kung-Fu Stile, in denen Stöcke genutzt werden

Kampfsport mit Stock – Die Ziele

Stöcke dienen zum Teil nur als Trainingsgeräte. Bei einigen Kampfsportarten sind sie jedoch eine von vielen Waffen. Das Training gestaltet sich je nach Kampfsystem unterschiedlich. Bei Kampfkünsten liegt der Schwerpunkt auf Tradition und überlieferten Techniken.

Beim Kampfsport mit Stock stehen Wettkampf und Sport im Vordergrund. Einige Kampfsysteme setzen den Stock zur Selbstverteidigung ein. Kampfsport, Kampfkunst und Selbstverteidigung gehen meist ineinander. So ist es schwierig diese 100%ig voneinander zu trennen.

Stöcke verfolgen im Training diverse Funktionen:

  • Es sind stumpfe Hieb- und Stoßwaffen
  • Sie ersetzen andere Waffen

In der Tradition ersetzen Stöcke meistens Klingen, also Schwerter, Messer, Macheten oder auch Speere. Dies führt teilweise zu Missverständnissen bei Schülern, aber auch bei Lehrern. Es ist ein großer Unterschied, ob nun Stöcke oder Klingen verwendet werden.

Stumpfe Waffen können zwar schwere oder gar tödliche Verletzungen verursachen. Allerdings sind scharfe Waffen deutlich gefährlicher. Deshalb hängt das Kampfverhalten stark von der Waffenart ab.

Die Waffe bestimmt die Art wie man kämpft

In den Medien und Nachrichten hört man oft von Messerstechereien und von den dadurch verursachten Verletzungen oder gar Morden. Stöcke hingegen, kommen kaum als Tatwaffe vor. Grund dafür ist, dass Klingen weitaus gefährlicher als Stöcke sind. Zudem kann man so ein Messer unauffällig bei sich tragen.

In Deutschland gibt es daher seit dem Jahr 2020 eine verschärfte Gesetzgebung. So dürfen Messer mit einer Klingenlänge von mehr als 4 cm nur noch in Sonderfällen geführt werden.

FMA – Kampfsport mit Stock

Eine der bekanntesten Kampfkünsten mit Stöcken ist die FMA (Filipino Martial Arts). Diese sind auch unter den Namen Escrima, Kali und Arnis bekannt. Sie enthalten unzählige Stilrichtungen. Außerdem unterscheiden sie sich stark in ihren Zielen, Techniken und Historie.

Bo-Jitsu

Bo-Jitsu ist ein Stockkampfsystem. Es wurde vom Großmeister Jakob Beck in den 1970ern entwickelt. Die Abwehrtechniken wandeln sich stetig, da sie sich an den veränderbaren Angriffsarten orientieren. Ein System, das sich stetig weiter entwickelt.

Jodo

Bei dieser japanischen Kampfkunst wird mit dem Jo gekämpft. Ein Hartholzstock mittlerer Länge. Jodo wurde genutzt, um sich gegen japanische Schwerter zu verteidigen. Diese konnten einen Jo durch ihre Schnitte zwar untauglich machen, aber nie durchtrennen. Ein geübter Jodoka konnte jedoch mit einem gezielten Hieb ein japanisches Schwert zerbrechen.

Aikido

Auch in der japanischen Kampfkunst Aikido wird mit Stöcken geübt. Diese dienen jedoch dem Ersatz von Schwertern. Der Langstock „Bo“ hingegen, steht für sich selbst. Er kann als stumpfe Waffe oder auch Speer verwendet werden.

Kampfsport mit Stock… und Mistgabel?

Kobudo stammt ebenso aus Japan. Bei diesem Kampfstil wird mit verschiedenen japanischen Bauernwaffen trainiert.

Folgende Waffen kommen dabei zum Einsatz:

  • Sai: Ähnelt einer Mistgabel mit 3 Zacken.
  • Nunchaku: 2 kurze Holzstöcke, die mit einer Kette verbunden sind.
  • Tonfa: Wir kennen die Form heute als Polizeischlagstock. Mit dem Tonfa wurden damals im feudalen Japan Mühlsteine bewegt.
  • Kama: Ähnelt einer Sichel.

Bei der japanischen Kampfkunst Ninjitsu werden die traditionellen Waffen der Ninjas benutzt. Es werden aber auch Waffen der Samurai verwendet.

Savate und Canne de Combat

Savate ist eher wenig bekannt. Es ist ein Faust- und Fußkampfsystem, das von Seeleuten entwickelt wurde. Asiatische Kampfkünsten haben dieses System jedoch stark beeinflusst. Es ist auch unter dem Namen „boxe francaise“ bekannt. Ein Bestandteil davon ist der Stockkampf „Canne de Combat“. So gibt es, außer dem waffenlosen Wettkampf im Savate, auch Kämpfe mit Stöcken. Diese waren früher eigentlich Spazierstöcke. Außerdem wurden sie eher von den nobleren Einwohnern zum Üben benutzt.

Ähnlich wie das Fechten wird Canne de Combat heutzutage als Sport ausgelebt. Als Waffe wird ein 1 Meter langer Kastanienholzstock verwendet. Fechtmaske, gepolsterte Anzüge und Handschuhe dienen als Schutzausrüstung.

Jogo do Pau – Das Stockfechten der Portugiesen

Dieses traditionelle Stockkampfsystem stammt aus Portugal. Jogo do Pau bedeutet so viel wie „Stockfechten“ oder „Spiel des Stocks“. Asiatische Kampfkünste und portugiesische Seefahrer haben diese Kampfkunst wohl maßgeblich beeinflusst. Gekämpft wird mit einem Stab, den die Hirten und Bauern ursprünglich für ihre Arbeit verwendeten.

Juego del Palo – Stabspiel der Kanaren

Juego del Palo ist einem Kampf mit Stöcken sehr ähnlich. Jedoch handelt es sich hierbei eher um ein Spiel. Komplexe Angriffs- und Verteidigungstaktiken wechseln sich ab. Die Spieler ziehen dabei die Schläge nicht voll durch. Es ist ein populärer Nationalsport auf den Kanarischen Inseln.

DBMA

Eine moderne und sportliche Version des Stockkampfes. DBMA bedeutet dog brothers martial arts und ist eine Kampfsportgruppe speziell für Stockkampf. Der Cheftrainer im europäischen Raum ist Benjamin Rittiner. Ihr Kampfsystem wurde von den philippinischen Kampfkünsten Escrima, Kali und Arnis inspiriert. Es wird viel Wert auf Sparring gelegt. Gekämpft wird mit Einzelstock, Doppelstock, Staff aber auch Messer.

Bataireacht – Irischer Kampfsport mit Stock

Bataireacht ist ein irisch-gälischer Stockkampf. Er wurde größtenteils von 1750–1880 in Irland angewendet. Ursprünglich war es ein Freizeitsport. Er wurde jedoch durch andere Sportarten verdrängt. In diesem Kampfsystem wird das Shillelagh (irischer Spazierstock) benutzt. Heute enthält es nicht nur reine Stockkampftechniken, sondern auch Schwerttechniken und waffenlose Techniken.

Kampfsport mit Stock – Grundtechniken

Möchtest du nun einen Kampfsport mit Stock erlernen? Dann bieten sich dir viele Techniken an. Bei den philippinischen Kampfkünsten wird oft mit dem Stock als Waffe geübt. Dieser kann jedoch auch stellvertretend für eine Waffe mit Klinge stehen.

kampfsport mit stock

Wird mit einem Stock oder einer Klinge trainiert? Zweiteres sollte aus Sicherheitsgründen zunächst ausscheiden.

Die Bezeichnungen variieren je nach Kampfsportart. Oftmals werden jedoch Nummernsysteme für die verschiedenen Stocktechniken benutzt. So werden Hiebe und Stiche in 5 Kategorien untergliedert.

Der Angriffswinkel – Wie beim Ziffernblatt einer Uhr

  • Winkel 1: Zwischen 12 Uhr und 3 Uhr. Ist der am häufigsten angewendete Hieb. Er wird von Natur aus von uns Menschen bevorzugt. Die Stockkampfgruppe „Dog Brothers“ bezeichnet ihn daher als „Caveman“ (Höhlenmensch).
  • Winkel 2: Zwischen 9 Uhr und 12 Uhr.
  • Winkel 3: Zwischen 3 Uhr und 6 Uhr.
  • Winkel 4: Zwischen 6 Uhr und 9 Uhr.
  • Winkel 5: Sämtliche Arten von Stichen.

Kampfsport mit Stock – Blocktechniken

Auf jeden Hieb folgt ein passender Block. Kommt ein Stock-Hieb von oben, kann der sog. „Roof Block“ und der „Umbrella“ genutzt werden. Blocks werden aber nur zur Not, oder besser als Angriff eingesetzt. Die bessere Option sind Ausweichbewegungen. Denn passive Abwehr funktioniert im Stockkampf nicht.

Kampfsport mit Stock – Entwaffnungen

Es gibt viele Möglichkeiten, den Gegner zu entwaffnen. Die meisten davon sind allerdings eher Spielereien von Kampfsportlern.

Folgende 3 Entwaffnungstechniken wurden jedoch in Vollkontaktkämpfen mit Erfolg angewandt:

  • Den Stock des Gegners im richtigen Moment greifen und wegnehmen.
  • Gezielt auf die Waffenhand des Angreifers schlagen.
  • Im passenden Winkel direkt auf den Stock schlagen, sodass der Angreifer ihn verliert.

Stockkämpfe mit 2 Stöcken

Oftmals kommen zwei Stöcke bei den philippinischen Kampfkünsten zum Einsatz. Überbegriffe dieser Kampfstile sind Escrima, Arnis und Kali. Durch das Üben mit zwei Stöcken, soll die Koordinationsfähigkeit verbessert werden. Damit die Stöcke sich nicht selbst in die Quere kommen, bist du gezwungen nicht nur die Waffe, sondern deine beiden Hände miteinander zu koordinieren. Wenn du das gezielt übst, wirst du sicherer und unabhängiger kämpfen können. Schließlich kannst du im Kampf gegen mehrere Gegner, mit zwei Waffen viel mehr Raum abdecken und dich weit besser verteidigen.

Angriffe können aus allen Richtungen kommen. Daher solltest du lernen das Beste aus jeder Position herauszuholen. Schließlich kannst du dich nicht auf jeden Gegner ausrichten und in deiner Lieblingsposition kämpfen.

Der Kampf mit zwei Stöcken kann für Waffen verschiedenster Länge angewandt werden. Der Kampf mit Dolch und Schwert wird z.B. „Espada y Daga“ genannt. Der Dolch als kurze Waffe soll dabei möglichst effektiv in der nahen Distanz eingesetzt werden. Er kann auch die gegnerische Klinge abfangen und brechen.

Der zweite Stock kann auch als Schild-Ersatz dienen. So kann der Umgang mit Waffe und Schild trainiert werden.

Sinawali – Verkettete Bewegungen

Sinawali stellen in der FMA unterschiedliche Stockkampfübungen mit zwei Stöcken dar. Diese können in Endlosschleifen mit und ohne Partner trainiert werden. Es sind abgesprochene Bewegungsabläufe. Sie sollen den Laien glauben lassen, einen Stockkampf zu sehen.

Was es jedoch nicht ist… Denn berechenbare und wiederkehrende Bewegungsabläufe sind leicht zu kontern.

Es sind Übungen, die nur der Koordination dienen. Sie stellen nur einen Teil der FMA dar. Im Training werden sie meist überbewertet. Dadurch werden andere Trainingsinhalte vernachlässigt.

Kampfsport mit Stock – Der Langstock

Der Langstock wird in Kulturen weltweit als Waffe verwendet. Er stellt eine einfache und primitive Waffe dar, die aber sehr effektiv im Kampf sein kann. Schließlich hat er eine hohe Reichweite und kann starke Hiebe und Stöße verursachen.

Speer und Lanze sind quasi das Power-Up der Langstöcke. Mit den metallenen Spitzen kann zugestochen werden. Je nach Design sind auch Hiebe möglich. Stangenwaffen wie die Hellebarde zählen daher zu den fortgeschrittensten und effektivsten Hieb- und Stichwaffen.

Langstöcke sollten den Speer ersetzen. Es war die Waffe des einfachen Mannes, der sich teurere Waffen nicht leisten konnte. Buddhistische Mönche hingegen wollte kein Blut vergießen. Da es eher ihrer Religion entsprach, setzten sie deshalb Stöcke ein und vermieden metallene Spitzen.

Kampfsport mit Stock – Bo, Jo, Gan & chinesischer Langstock

Der japanische Bo hat 182 cm und der Jo 127 cm bis 140 cm. Der chinesische Gan hat eine Länge von 220 cm bis 380 cm. Der chinesische Langstock ist 1,27 m bis 1,4 m lang.

Längere Stockwaffen werden wie Speere eingesetzt. Sie sind optimal zum Zustechen geeignet. Dafür sind sie unvorteilhaft bei Rotationsbewegungen und bei Hieben. Besonders wenn beide Enden des Stockes verwendet werden wollen.

Darum werden Stöcke fürs Üben verwendet

Warum ersetzen Stöcke Klingen? Da der Einsatz von scharfen Klingen lebensgefährlich ist. Dies zeigt z.B. die nötige Schutzausrüstung beim Sportfechten. Obwohl hier biegsame, stumpfe und dünne Klingen benutzt werden, kam es immer wieder zu tödlichen Unfällen.

Stöcke als Trainingsgeräte haben daher einige Vorteile: Sie bieten nicht nur mehr Sicherheit, sondern sind zudem sehr billig und effektiv.

Hast du schon mal einen Stock-Hieb einstecken müssen? Dann weißt du wie schmerzhaft dies sein kann.

Jedoch sind es geringfügige Verletzungen. Trotzdem ist die nötige Sicherheitsausrüstung, wie z.B. ein Helm, verpflichtend. Der Schmerz ist außerdem mit dem Treffer verbunden. So kann dein Unterbewusstsein lernen und wird in Zukunft versuchen diesen auszuweichen. Dadurch gibt es nicht nur bewusstes, sondern auch überwiegend unterbewusstes Lernen.

Und das ist auch gut so. Es gibt einige Extremsportler, die mit scharfer Klinge fechten. Dabei besteht nicht nur Lebensgefahr, es gibt auch einen weiteren Aspekt. Bei Schnitten kommt der Schmerz verzögert und die Verletzungen sind umso schwerer.

Wer mit scharfen Klingen übt, lebt also nicht nur gefährlicher, er hat auch weniger Lernerfahrung.

Selbstverteidigung mit Stock

Ob im Kampf oder in der Selbstverteidigung ein Stock bringt mehr Reichweite. Je nach Länge und Beschaffenheit des Stocks erhöht sich auch die Wirkung der Schläge/ Hiebe. Zudem reduzierst du dein Verletzungsrisiko. Bist du geschickt, kannst du auch die Nähe zum Gegner vermeiden. So bleibst du außerhalb seiner Reichweite und seiner Waffe.

Platzierst du deine Hiebe gut und hast einen stabilen Stock, kannst du dem Gegner massiven Schaden zufügen. Die sichere Ausführung benötigt jedoch einiges an Übung. Schließlich hast du ein bewegliches Ziel vor dir. Und falls der Angreifer es schafft, in die Nahdistanz zu kommen, verlierst du deinen Vorteil bezüglich Reichweite und Schlagkraft.

Geübte Kämpfer setzen dann den „Punio“ oder „Butt“ ein. Dies ist das Stockende unterhalb der Hand. Außerdem kann der Stock auch zum Hebeln oder Würgen eingesetzt werden. Das hängt aber davon ab, wie realistisch trainiert wurde. Auch braucht es etwas Glück in der Lage, in der man sich befindet.

Generell solltest du in der Selbstverteidigung mit Stock auf Distanz bleiben. Du solltest in den waffenlosen Techniken geübt sein, um dich optimal verteidigen zu können. Denn die meisten Angreifer werden höchstwahrscheinlich die Nahdistanz erreichen, und das bevor du sie überhaupt treffen konntest.

Wie gut ist ein Stock als Waffe?

Das hängt von einigen Punkten ab…

Klingenwaffen sind um einiges effektiver. Sie sind aber auch weitaus gefährlicher und schwer in Maßen einzusetzen. Mit einem Stock kannst du stärker oder schwächer zuschlagen. Und wenn du den Kopf und Hals des Gegners verschonst, wirst du ihn höchstwahrscheinlich auch nicht töten.

Angriffe mit Klingen hingegen stellen immer eine große Gefahr dar.

Deshalb verwendet die Polizei auch Schlagstöcke und keine Säbel mehr. Auch wenn Säbel viel effektiver als Waffe wären.

In der FMA wird oft mit Rattan Stöcken trainiert. Rattan ist sehr biegsam und hat einen Vorteil: Denn ein Stock aus Rattan, der bricht, splittert nicht. Das abgebrochene Stück hängt dann noch an den Fasern. So ist das Training ein bisschen sicherer.

Aber auch weitere Materialien, wie Holz oder Kunststoff, werden bei Stöcken verwendet.

Polypropylen ist ähnlich biegsam wie Rattan und kann das Trainieren sicherer machen. Diese Biegsamkeit des Stocks kann auch einen Genickbruch vermeiden. Besonders dann, wenn mit einer langen Waffe die Gesichtsmaske getroffen wird. Der Stock ist dann hoffentlich so flexibel, dass die Wucht des Treffers abgefedert wird und größere Verletzungen vermieden werden.

Es gibt jedoch auch Stöcke aus Holz, wie Buche, Eiche und Eisenholz. Sie sind härter und haben mehr Gewicht. Deshalb sind sie viel effektiver, aber auch gefährlicher.

Die Arten der Stöcke

Außer dem Material kommt es auch auf die Stocklänge an. Diese bestimmt über Reichweite und Stärke der Hiebe und Stöße.

So werden Stöcke bis zu einem Meter Länge einhändig genutzt. Sind Stöcke länger, können sie nicht mehr kontrolliert genug geführt werden.

Beidhändig dürfen Stöcke jedoch viel länger sein. Beispielsweise gibt es den „Quarterstaff“. Dieser ist meist so lang wie ein Mann, genauer gesagt 1,8 m bis 2,7 m. Im traditionellen Wing Tsun wird der Langstock verwendet. Seine Länge beträgt 270 cm bis 290 cm.

Kampfsport mit Stock – Wozu dient es?

Außer den genannten Vorteilen hat der Einsatz von Stöcken noch andere Vorzüge…

Jede Waffe ab einer bestimmten Länge und ab einem gewissen Gewicht wird den Körper fordern. Man ist gezwungen seinen ganzen Körper einzusetzen. Nur so lernt man, wie man die Waffe beherrscht, ohne von ihr beherrscht zu werden.

Anders bei kurzen und leichten Stöcken: Auch wenn hier deine Technik schlecht ist, und du weder Dreh- noch Schwerpunkt der Waffe nutzt, kannst du diese gut einsetzen.

Außerdem macht dich das Trainieren mit Waffen auch im waffenlosen Kampf besser. Denn du lernst, wie du mit kleinen Ausholbewegungen Kraft aufbaust und wie du dich effizienter bewegst. Viele waffenlose Techniken im Escrima stammen aus solchen Waffentechniken.

Kampfsport mit Stock – Fazit

Stöcke oder auch Knüppel dienten schon den Höhlenmenschen als Waffe. Und bis heute sind sie in unzähligen Kampfkünsten und Kampfsportarten vertreten. Das uralte Wissen ist jedoch überwiegend verloren gegangen. Und damit ist auch das elementare Verständnis dieser Waffen bezüglich Gebrauch verloren.

Beim Fechten diente der Stock als Ersatz für die Klinge. Nur so konnte sinnvoll trainiert werden. Was wichtig ist zu verstehen: Der Einsatz von Klingenwaffen unterscheidet sich völlig zur Art, wie mit stumpfen Waffen gekämpft wird.

Dies wird heutzutage leider oft vermischt oder verwechselt. Wenn du dich zum Thema Stockkampf weiter informieren möchtest, kann ich dir dieses Buch von Weltmeister Dr. Siebert empfehlen. <<

Gerne teilen