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Verbotene Kampfsportarten? 3 lebensgefährliche Techniken

Gibt es überhaupt verbotene Kampfsportarten? Heutzutage ist moderner Kampfsport meist gleichbedeutend mit einem Wettkampfsport. Traditionelle, gefährliche Techniken wurden durch die modernen Regeln verboten oder werden einfach nicht mehr gelehrt.

Da es bei einigen traditionellen Kampfkünsten jedoch keine sportlichen Wettkämpfe gibt, enthalten diese immer noch ihre grundlegenden Techniken. So auch die lebensgefährlichen…

Verbotene Kampfsportarten: 3 gefährliche Techniken

Atemi

Verbotene Kampfsportarten direkt gibt es nicht… Aber es gibt gefährliche Offensivtechniken, die „Atemi“ genannt werden. Diese behandeln die empfindlichen Punkte des Körpers. Dabei werden anatomische Prinzipien genutzt.

Atemi kommt aus dem Japanischen und bedeutet „Körpertreffer“. Der Begriff stammt von den japanischen Kampfkünsten „Budō“. Der Anwender trifft dabei empfindliche Körperpunkte des Gegners. Er erreicht dies durch Stöße, Stiche, Schläge oder Tritte.

Bei dieser ursprünglichen Kriegskunst (auch Bujutsu genannt) war das Ziel, den Gegner mit nur einem einzigen Schlag kampfunfähig zu machen. Dabei wurden lebenswichtige vitale Punkte angegriffen. Hierbei handelt es sich auch um Organe und Chakren.

In diesen Kampfsportarten wurde Atemi angewendet: Karate, Kickboxen, Taekwondo, Muay Thai, Capoeira, Ju-Jutsu und Quanfa. Im Jiu-Jitsu und Aikido wurden Atemi genutzt, um das Gleichgewicht des Körpers von Gegnern zu stören und zu kontrollieren. Allerdings ist Aikido eine rein defensive Kampfkunst. Deshalb wird auch Atemi nur als Drohung eingesetzt. Der Gegner soll zu einer Bewegung gebracht werden oder von etwas abgehalten werden. Er wird kontrolliert.

Aber auch ein Schlag auf den Solarplexus ist eine Atemi-Technik. Ein weiteres Beispiel ist der klassische Kinnhaken aus dem Boxen.

Auch im Schwertkampf wird Atemi zur Ablenkung oder Störung genutzt. So wird ein Vorteil geschaffen. Dabei werden empfindliche und ungeschützte Körperregionen in Angriff genommen.

Dim Mak

Das Konzept der „tödlichen Berührung“. Der Fluss der Lebensenergie im Körper soll gestört werden.

Bei Dim Mak (auch Dianmai genannt) handelt es sich um eine Verschmelzung verschiedener asiatischer Kampfkünste. Durch Druck, Stöße oder Schläge auf die Nervendruckpunkte im Körper werden intensive Schmerzen verursacht. Es kann auch zu einer kurzen Lähmung, einem Atemstillstand oder sogar zum Tod kommen. Allerdings ist dieses Konzept nicht wissenschaftlich bewiesen.

Dim Jyut (auch Dianxue genannt) bedeutet „mit dem Finger auf dem Nervendruckpunkt drücken“. Es gehört ebenso zu dieser Technik und ist eine Unterkategorie.

Dim Mak hat drei Säulen:

  • Dim-Ching: Kenntnisse über das Nervensystem, dessen Funktion und Leitbahnen. Und wie diese beeinflusst werden.
  • Dim-Hsueh: Kenntnisse über den Blutkreislauf
  • Wie die Lebensenergie „Qi“ (auch „Chi“) funktioniert und beeinflusst werden kann

Dim Mak – Kampf & Heilung

Die Vitalpunkte sind dieselben, die auch für die Akupunktur benutzt werden. Es ist die uralte traditionelle chinesische Medizin. Jedoch werden von allen 365 Körperpunkten nur 108 Punkte für den Angriff verwendet. Beim Taijiquan werden 46 Punkte des eigenen Körpers benutzt, um Qi auszustoßen.

Funakoshi Gichin ist Begründer des modernen Karate. Er benannte 40 Vitalpunkte als Angriffsziele. Diese sind jedoch anatomisch erwiesen. Anatomische Strukturen, wie Nervenzentren und Schmerzrezeptoren sollen dadurch zerstört werden. Teilweise decken sie sich mit den „Meridianpunkten“.

Vitalpunkte werden in vier Kategorien untergliedert:

  • 麻穴, máxué: Lähmung als Ziel
  • 啞穴 / 哑穴, yǎxué: Stummheit als Ziel
  • 昏穴, hūnxué: Ohnmacht als Ziel
  • 死穴, sǐxué: Tod als Ziel

Kyūsho Jitsu

Wird auch als „Blitz K.O“ bezeichnet. Dabei sollen leichte Treffer auf bestimmte Körperstellen den Gegner ausschalten.

Ob die Anwendung in einem Ernstfall wirklich funktioniert, ist jedoch eine andere Frage. Der Gegner müsste dafür ruhig stehen bleiben, sodass der Verteidiger die 36 Meridianpunkte abtasten kann.

Kyūsho Jitsu ist die japanische „Kunst der Vitalpunkte“. Diese gilt es zuerst auswendig zu lernen und dann im Kampf zu nutzen. Kyūsho Jitsu ist keine Kampfkunst, sondern basiert auf dem Wissen und den Prinzipien der Akupunktur. Ebenso sind Teile der westlichen Neurologie enthalten. Stichwort: Vitalpunkte.

Das Vorgehen beim Kyūsho Jitsu

Bestimmte Körperpunkte werden manipuliert. Dadurch werden die neurologischen und physiologischen Prozesse beeinflusst. Ziel ist es, den gegnerischen Körper zu beeinträchtigen. Hervorgerufen durch Reflexreaktionen, Kraftverlust, Schmerz, Gleichgewichtsstörungen oder auch Bewusstlosigkeit. Gleichzeitig kann das Wissen auch genutzt werden, um unterschiedliche Beschwerden zu lindern.

Es gibt zwei Arten des Kyūsho Jitsu. Die traditionelle Methode orientiert sich an der traditionellen chinesischen Medizin. Sie behandelt die Akupunktur und Vitalpunkte nach dem Meridiansystem. Die zweite Methode richtet sich nach westlichen Erkenntnissen der Medizin. Daran wird auch die Wirkung der Schläge und Griffe festgemacht. Mögliche Auswirkungen sind Traumata, Nervenschocks, Verletzungen des Gewebes sowie Muskel- und Sehnenverletzungen. Die zweite Methodik ist wissenschaftlich belegbar. Meistens wird ein Mix aus diesen Methoden gelehrt.

Die verschiedenen Techniken

Kyūsho Jitsu basiert auf Schlägen, Tritten, Griffen und Druck. Die Ausführung muss Punktgenau und im korrekten Winkel sein. Gewöhnliche Faustschläge werden so gut wie nie eingesetzt. Deshalb kommen Handtechniken wie Ippon-Ken, Haito, Shute, Teisho, Hiraken oder Keito zum Einsatz. Beintechniken gibt es eher weniger: Hiza Geri, Kakato und Sokuto. Wie schon erwähnt können die Vitalpunkte auch durch Greifen und Drücken angegriffen werden. Die Kraft wird sparsam eingesetzt, da die Nervenpunkte extrem empfindlich sind. Der Körperbau des Anwenders ist deshalb weniger wichtig. So könnte auch ein kleines Kind, ein älterer Mann oder eine zierliche Frau diese Technik ausüben.

Um diese Techniken richtig anwenden zu können, ist ein intensives Studium und viel Übung notwendig. Einige Karateka haben diese Nervendruckpunkte zu Selbstverteidigungstechniken hinzugefügt.

Verbotene Kampfsportarten Fazit

Verbotene Kampfsportarten sind eher eine Seltenheit. Jedoch sind bestimmte Techniken wie Atemi, Dim Mak und Kyūsho Jitsu eine echte Bedrohung für Leib und Leben. Daher ist der Gebrauch dieser Methoden mit äußerster Vorsicht zu genießen. Schließlich sind sie darauf ausgelegt direkte oder sogar bleibende Schäden zu verursachen.

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