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Vollkontakt Kampfsport – 6 Beispiele im Vergleich

Vollkontakt Kampfsport: Worum handelt es sich? Wo kommt es vor und in welchen Kampfsportarten? Diese und weitere Fragen klären wir im Folgenden…

Was ist Vollkontakt?

Vollkontakt ist eine Disziplin, die in verschiedenen Kampfsportarten vorkommt. Wie der Name schon vermuten lässt, wird hier versucht, den Gegner mit voller Kraft zu treffen. Die Schläge und Kicks dürfen allerdings nur Körperstellen erreichen, die erlaubt sind. Der Kampf kann im Ring oder auf der Matte stattfinden. Außerdem gibt es einen Ringrichter. Dieser sorgt für die Sicherheit der Kämpfer und für die Einhaltung der Regeln.

Vollkontakt stellt die höchste Stufe eines sportlichen Zweikampfes im Kampfsport dar. Genauer gesagt in Kampfsportarten, in denen Hände und Füße zum Einsatz kommen. Für einen fairen Ablauf ist die Einhaltung sportlicher Grundsätze und Regeln notwendig.

Kampfsportarten mit Vollkontakt

  • Boxen
  • Kickboxen
  • Thai Boxen (Muay Thai)
  • Taekwondo
  • Karate
  • MMA

Gewichtsklassen

Um einen möglichst fairen Ablauf zu gewährleisten, werden die Kämpfer in Gewichtsklassen eingeteilt. So sollen nur Teilnehmer mit ungefähr gleichem Gewicht gegeneinander antreten.

Vollkontakt Kampfsport – Verschiedene Gegebenheiten

Boxen

Boxen ist wohl der bekannteste Vollkontakt Kampfsport. Die Kontrahenten treten gegeneinander in einem Boxring an. Bei diesem Vollkontakt Kampfsport werden ausschließlich Schlagtechniken genutzt. Auch wenn die Fäuste hier in Boxhandschuhen versteckt sind, sollte man die Schlagkraft der Profis nicht unterschätzen. Es kommt dennoch zu wuchtigen Treffern, die auch Verletzungen mit sich bringen.

Es gibt keine vorgeschriebene Anzahl an Runden. Die meisten Kämpfe sind jedoch üblicherweise nach 6 bis 12 Runden entschieden. Weltmeisterschaftskämpfe sind auf 12 Runden festgelegt. Jede Runde dauert 3 Minuten und hat je eine Minute Pause.

Ein Sieg kann durch Auszählen des Gegners, durch K.O. oder durch eine höhere Trefferanzahl errungen werden.

Kickboxen, Thai Boxen

Vollkontakt Kämpfe im Kickboxen und Thai Boxen werden, ähnlich wie beim Boxen, in einem Ring ausgetragen. Während beim Kickboxen diverse Kicks hinzukommen, dürfen beim Thai Boxen auch Ellbogen und Knie eingesetzt werden. Bei beiden Kampfsportarten werden Boxhandschuhe und Kopfschutz getragen. Allerdings gibt es für die Füße nur leichte Fußmanschetten. Beim Thai Boxen bleiben Knie und Ellenbogen unbedeckt.

Beim Kickboxen besteht ein Kampf aus 3 Runden mit je 3 Minuten. Die Sicherheit der Teilnehmer steht im Vordergrund: Deshalb dürfen die Kämpfer nicht mehr als 15 Runden pro Tag absolvieren.

Beim Thai Boxen besteht ein Kampf aus 5 Runden a 3 Minuten, mit einer Pause von 2 Minuten zwischen den Runden.

Ein Sieg beim Kickboxen und Thai Boxen wird errungen durch:

  • Punktewertung
  • K.O.
  • Gegnerische Aufgabe
  • Disqualifikation des Gegners
  • Abbruch des Kampfes durch den Kampfrichter

Taekwondo

Beim Taekwondo wird auf der Matte gekämpft. Die Kämpfer tragen während des Geschehens Kopf und Brustschutz. So sollen größere Körper-Verletzungen, durch Schlag- oder Kicktechniken, vermieden werden.

Gekämpft wird in 3 Runden über je 2 Minuten mit jeweils einer Minute Pause.

Beim Taekwondo wird der Sieger durch Punktewertung, K.O. oder auch Disqualifikation des Gegners entschieden.

Karate

Beim Karate wird ebenfalls eine Matte verwendet. Anders wie beim Taekwondo werden hier jedoch die Hände und Füße in Handschuhe und Fußschützer eingekleidet. So werden die Schläge und Tritte gedämpft. Allerdings gibt es auch Karate-Stile, bei denen es anders aussieht (Beispiel: Kyokushin Karate).

Ein Kampf geht über 3 Minuten. Sieger ist, wer:

  • Erstens: Innerhalb der Kampfzeit mit 8 Punkten vorne liegt.
  • Oder zweitens: Nach Ablauf der Kampfzeit eine höhere Punktzahl erreicht hat.

Hier wird der Sieg teilweise auch durch K.O. oder Disqualifikation des Gegners entschieden.

MMA

Bei den Mixed Martial Arts wird im Käfig gekämpft. Die Kämpfer dürfen dabei verschiedenste Techniken einsetzen. Diese können aus dem Judo, Ringen, Boxen, Jiu-Jitsu, Kickboxen, Muay Thai, Taekwondo oder Karate stammen.

Die Kampflänge hängt von der Erfahrung der Sportler ab. Sie kann über 2, 3 oder 5 Runden gehen. Diese dauern je 5 Minuten an.

Der Kampf endet vorzeitig, wenn ein Kämpfer aufgibt, K.O. geht oder disqualifiziert wird.

Anmerkung: In allen sechs Kampfsportarten wird zusätzlich noch Mund- und Tiefschutz getragen.

Was heißt Leichtkontakt?

Leichtkontakt ist eine Vorstufe zu Vollkontakt. Schlag- und Tritttechniken werden zwar explosiv ausgeführt, jedoch nicht mit voller Kraft. Der Gegner soll nur mit leichtem Kontakt getroffen werden. Nur einwandfreie, saubere Techniken werden gewertet. Auch wenn ein Treffer erfolgt, wird nicht unterbrochen, sondern durchgekämpft.

Semikontakt

Beim Semikontakt werden die Techniken, ähnlich wie beim Leichtkontakt, kontrolliert mit leichtem Kontakt ausgeführt.

Der große Unterschied: Nach jedem Treffer wird unterbrochen und die Bewertung bekannt gegeben. Es dreht sich um Reaktionsschnelligkeit. Schließlich kommt es allein auf den ersten Treffer an. Deshalb finden oft Techniken mit erhöhtem Risiko Anwendung. Diese würden beim Leichtkontakt oder Vollkontakt nie angewendet werden. Hier kommt es nicht auf die Schlagkraft, sondern auf die Treffsicherheit an.

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